Himalayan (Colourpoint Persian)

Himalayan (Colourpoint Persian)
Himalayan (Colourpoint Persian)
  • Merkmale der Himalayan (Colourpoint Persian)

  • Herkunft: Vereinigtes Königreich / USA
  • Größe: 25–30 cm
  • Haarlaenge: lang
  • Farben: seal, blue, chocolate, lilac, red, cream; dazu tortie-, lynx-(tabby)-, smoke- und schattierte Points
  • Fellmuster: Point-Zeichnung: heller Körper, farbige Maske, Ohren, Beine und Schwanz; stets blaue Augen
  • Augenfarbe: blau
  • Alter: 12–16 Jahre
  • Gewicht: 3,5–6,5 kg

Herkunft und Geschichte

Der Himalayan – in Europa meist als Colourpoint-Perser bezeichnet – ist das Ergebnis einer bewusst geplanten Verbindung aus Perser und Siam. Ziel war eine Langhaarkatze mit der ruhigen, runden Ausstrahlung des Persers, jedoch mit den blauen Augen und der charakteristischen Point-Zeichnung. Erste systematische Versuche wurden bereits in den dreißiger Jahren beschrieben; in Großbritannien nahm der Typ als „Colorpoint Longhair“ Mitte der fünfziger Jahre Kontur an. In den Vereinigten Staaten folgte 1957 die offizielle Anerkennung der neuen Farbvariante mit den klassischen Pointfarben. Von dort aus verbreitete sich der Himalayan rasch in Liebhaberkreisen, weil er den vertrauten Persercharakter in einer neuen, klaren Farbdramaturgie zeigte: ein heller Körper mit farbigen Abzeichen an Gesicht, Ohren, Beinen und Schwanz – und stets blaue Augen. Später erweiterten die Verbände die Palette um weitere Pointfarben und -zeichnungen wie Tabby-Points, Schattierungen und Rauchvarianten.

Je nach Verband wird der Himalayan heute unterschiedlich eingeordnet. In Nordamerika führen einige Organisationen ihn als eigene Rasse innerhalb einer gemeinsamen Persergruppe; andere behandeln ihn – zusammen mit dem Perser – als einheitliche Rasse mit separater Farbdivision für die Points. In Europa gilt er überwiegend als Farbschlag des Persers. Unabhängig von der Bürokratie blieb der Gedanke der gleiche: ein Perser mit Points und blauem Blick, der in Wesen, Körperbau und Fellqualität dem Perser entspricht, aber farblich eine ganz eigene Bühne bietet. So wurde aus einer züchterischen Idee ein weltweit vertrautes Bild – eine sanfte, runde Langhaarkatze, die das Spiel von Licht und Farbe besonders schön zeigt.

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Himalayan ist mittelgroß bis groß, von ruhiger, kompakter Präsenz. Der Körper wirkt kurz und kräftig, mit tragfähigem Brustkorb und stabilen, eher niedrigen Beinen. Die Rückenlinie ist gerade, die Muskulatur voll, jedoch nicht schwer. Der Kopf zeigt die weichen Rundungen, die man mit dem Perser verbindet: breite Schädelkuppel, volle Wangen, kleines, gut gerundetes Ohr mit weiter Basis und eine kurze Nase, die den freundlichen, „süßen“ Gesichtsausdruck prägt. Die Augen sind groß, rund und weit gesetzt; beim Point-Typ leuchten sie in einem klaren, satten Blau, das sich deutlich vom Fell abhebt und den Blick sofort fängt. Wichtig ist der harmonische Gesamteindruck: kein einzelnes Merkmal soll dominieren, alles wirkt wie aus einem Guss.

Das Fell ist lang, sehr dicht und fein. Es fällt in reichlichen Lagen und bildet Kragen, Hosen sowie eine volle Schweiffahne. Die besondere Wirkung entsteht aus dem Kontrast: Der Körper ist hell – von warmem Creme bis kühlem Elfenbein – während Maske, Ohren, Beine und Schwanz in der jeweiligen Pointfarbe klar abgesetzt sind. Zugelassen sind viele Pointvarianten: von Seal, Blau, Schokolade und Flieder bis zu Rot und Creme, außerdem Schildpatt-Points, Tabby- oder Lynx-Points, Rauch- und Schattierungen. In der Bewegung wirkt das Fell wie ein ruhiger Fluss; im Stand zeichnet es weiche Konturen um die kompakte Silhouette. Entscheidend bleibt stets die Balance: Der Himalayan soll die eleganten Rundungen des Persers zeigen, aber beweglich, gut proportioniert und freundlich präsent bleiben.

Größenverhältnis Himalayan (Colourpoint Persian) zum Menschen

Mann180 cm
Himalayan (Colourpoint Persian) 3030 cm
Frau164 cm

Wesen und Charakter

Himalayan (Colourpoint Persian) Charakter
Himalayan (Colourpoint Persian) Charakter

Im Wesen ist der Himalayan eine durch und durch menschenbezogene Wohnungskatze mit ruhigem Grundton. Er sucht die Nähe seiner Bezugspersonen, ohne zu fordern, und legt sich gern in Sichtweite ab – auf die Sofalehne, an den Schreibtischrand oder den sonnigen Fensterplatz. Viele Tiere entwickeln kleine Rituale, die den Tag strukturieren: eine freundliche Begrüßung am Morgen, die Fensterkontrolle zur Mittagszeit, eine verlässliche Spielrunde am Abend. Seine Stimme ist meist warm und leise; er „spricht“ viel über Blickkontakt, Körperhaltung und kurze Töne. Im Spiel zeigt er Freude und Präzision, aber wenig Drang zur Dauer-Action: ein paar gezielte Sprünge, eine kurze Jagd auf die Feder, dann wieder entspannte Nähe. Gerade diese Mischung macht ihn für Familien und ruhige Haushalte geeignet, in denen Zuwendung verlässlich, aber nicht aufdringlich gelebt wird.

Mit Artgenossen harmoniert der Himalayan häufig gut, sofern das Kennenlernen behutsam erfolgt und Temperamente zusammenpassen. Auch mit katzenkundigen Hunden gelingt das Miteinander, wenn Rückzugsorte und klare Regeln vorhanden sind. Längere Alleinzeiten mag er weniger; besser sind über den Tag verteilte Inseln aus Spiel, Ansprache und ruhiger Gegenwart. Lernfreude bringt er mit: Apportieren, Futterpuzzle, ein Zielstab oder kleine Trickfolgen sind ideale Mini-Aufgaben. Wichtig ist eine Umgebung, die seine Stärken unterstützt: sichere Höhenwege, breite Liegeflächen, ein geschützter Balkon und feste, freundliche Abläufe. So zeigt der Himalayan, was ihn ausmacht: Nähe auf leisen Pfoten, Humor im Spiel und eine Gelassenheit, die Räume ruhiger und heller wirken lässt.

Haltung und Pflege

Die Pflege des dichten Langhaarmantels ist gut machbar, wenn man sie in kleine Routinen verpackt. Täglich einige ruhige Minuten mit Kamm und weicher Bürste verhindern Knoten und Filz, besonders an Kragen, Achseln, Hosen und in der Schweiffahne. Während des Fellwechsels lohnt es sich, die Frequenz zu erhöhen und lose Unterwolle behutsam auszukämmen. Ein monatliches Bad kann hilfreich sein, wenn das Fell schnell fettet oder zu Verfilzung neigt; lauwarmes Wasser, ein mildes Shampoo nach tierärztlicher Empfehlung und gründliches, schonendes Trocknen sind die Bausteine. Wichtig ist außerdem die sanfte Pflege der Augenwinkel, denn durch den kurzen Nasenbereich können Tränen leichter ablaufen. Ein fusselfreies, leicht angefeuchtetes Tuch reicht meist aus; bei Reizungen hilft der tierärztliche Rat. Ohren werden nur oberflächlich gereinigt, die Krallen gekürzt, sobald sie auf glatten Böden hörbar werden.

Zur „Pflege von innen“ gehören hochwertige, eiweißbetonte Nahrung mit reichlich Feuchte und eine gute Trinkroutine – mehrere Wasserschalen oder ein leiser Brunnen unterstützen Harnwege und Verdauung. Ein geplanter Umgang mit Haarballen ist sinnvoll: regelmäßiges Bürsten, ggf. geeignete Futterzusätze auf Empfehlung der Tierärztin oder des Tierarztes und kleine, über den Tag verteilte Mahlzeiten. Saubere Toiletten, getrennte Futter- und Ruheplätze und feste Tagesinseln mit kurzen Spieleinheiten erhalten Beweglichkeit und Laune. So bleibt der Himalayan in Bestform: glänzendes Fell, klarer Blick, entspannte Präsenz – und die tägliche Pflege wird zum verbindenden Ritual statt zur Pflichtübung.

Kompatibilität

  • Kinder: gut bei ruhigem Umgang und klaren Rückzugsorten
  • Katzen: oft sehr gut, mit behutsamer Vergesellschaftung
  • Hunde: möglich mit ruhigen, katzenfreundlichen Hunden
  • Aktivitätslevel: niedrig bis mittel
  • Vokalisation: gering bis mittel, warme leise Töne
  • Pflegeaufwand: hoch

Besonderheiten

Das Besondere des Himalayan ist sein Zusammenspiel aus runder Ruhe und farblichem Kontrast. Der Körper zeigt die sanfte, kompakte Linie des Persers; das Fell legt sich wie ein weicher Mantel um die Silhouette, und die Points setzen klare Akzente an Maske, Ohren, Beinen und Schweif. In Bewegung wirkt er gesammelt und leise, im Stand wie eine kleine Skulptur mit hellem Körper und farbigen Enden. Der Blick ist stets blau – von hellem Himmel bis tiefem Saphir – und bildet den ruhigen Gegenpol zur reichen Fellmenge. Die Farbvielfalt ist groß: von klassischen Seal- und Blau-Points über Schokolade und Flieder bis zu Rot und Creme, dazu Schildpatt-Points, Tabby- oder Lynx-Points, Rauch- und Schattierungen. Alles bleibt eingebettet in ein seidenes Langhaar, das Licht weich bricht.

Auch die Einordnung ist eine Besonderheit der Rassegeschichte. Manche Verbände führen den Himalayan als eigene Rasse innerhalb einer Persergruppe, andere fassen ihn als Farbdivision des Persers auf. Für den Alltag spielt das keine Rolle – entscheidend sind Nähe, Pflege und eine Haltung, die seine Stärken unterstreicht: breite, weiche Liegeflächen, sichere Aussichtspunkte, klare Rituale und echte, kleine Aufgaben. Wer diese Bedürfnisse liest, erlebt eine Katze, die Räume ordnet, Stimmungen beruhigt und Gespräche länger macht. Der Himalayan ist damit eine Einladung zu Ruhe und Aufmerksamkeit – ein vertrauter Perser mit farblichem Akzent, der das Zuhause leiser und heller wirken lässt.

Anerkennung

  • Fife: anerkannt (als Perser in der Farbdivision Colourpoint), Kategorie 1 Langhaar, PER (Colourpoint)
  • Tica: anerkannt (als Himalayan in der Persian Breed Group), HI
  • Cfa: anerkannt (als Persian, Himalayan Division), Persian – Himalayan Division
  • Wcf: anerkannt (als Persian / Colourpoint Himalayan), PER

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